Können flexible Arbeitsplatzreservierungen die Unternehmenskultur verbessern?

aloys ·
Vielfältige Kollegen, die sich um minimalistische Schreibtische in einem sonnendurchfluteten Großraumbüro versammeln; eine Person heißt einen Teamkollegen an einem reservierten Arbeitsplatz willkommen.

Ja, die flexible Reservierung von Arbeitsplätzen kann die Unternehmenskultur erheblich verbessern. Wenn Mitarbeiter echte Entscheidungsfreiheit darüber haben, wo und wie sie arbeiten, fühlen sie sich mehr vertraut, sind enger mit ihren Kollegen verbunden und motivierter, ins Büro zu kommen. Am stärksten ist dieser Effekt in hybriden Unternehmen, in denen sich das Büro seinen Platz als attraktiver Ort verdienen muss und nicht nur eine Verpflichtung darstellt. Im Folgenden gehen wir auf die Fragen ein, die bei der Auseinandersetzung mit der Flexibilität von Arbeitsplätzen und der Unternehmenskultur am wichtigsten sind.

Wie wirkt sich Flexibilität am Arbeitsplatz auf das Engagement der Mitarbeiter aus?

Flexibilität am Arbeitsplatz steigert das Engagement der Mitarbeiter unmittelbar, indem sie ihnen Autonomie über ihr Arbeitsumfeld gewährt. Wenn Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz je nach der zu erledigenden Aufgabe selbst wählen können, anstatt einen festen Schreibtisch zugewiesen zu bekommen, der ihren täglichen Bedürfnissen nicht entspricht, fühlen sie sich mehr respektiert und sind produktiver. Dieses Gefühl der Selbstbestimmung ist ein nachweislicher Motor für Engagement und Mitarbeiterbindung in hybriden Arbeitsumgebungen.

Es geht um mehr als nur Komfort. Flexibilität signalisiert Vertrauen. Wenn ein Unternehmen in Tools investiert, mit denen Mitarbeiter an einem Morgen einen ruhigen Arbeitsplatz zum konzentrierten Arbeiten und am nächsten Nachmittag einen Bereich für die Zusammenarbeit buchen können, vermittelt es damit, dass die Unternehmensleitung Leistung höher wertschätzt als bloße Anwesenheit. Dieser Mentalitätswandel verändert die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf bedeutende Weise.

Gerade in hybriden Arbeitsumgebungen lässt das Engagement oft nach, wenn Mitarbeiter Unsicherheit hinsichtlich der Situation im Büro empfinden. Wird ein Schreibtisch frei sein? Wird ihr Team überhaupt vor Ort sein? Flexible Arbeitsplatzreservierungen beseitigen diese Unsicherheit und sorgen dafür, dass sich die Entscheidung, ins Büro zu kommen, lohnenswert und nicht riskant anfühlt.

Welche Rolle spielen Arbeitsplatz- und Raumbuchung bei der Zusammenarbeit?

Schreibtisch- und Raumbuchung verbessern die Zusammenarbeit, indem sie es Teams erleichtern, ihre Zeit im Büro zu koordinieren. Anstatt einfach nur ins Büro zu kommen und zu hoffen, dass Kollegen in der Nähe sind, können Mitarbeiter sehen, wer an einem bestimmten Tag gebucht ist, und entsprechend planen. So wird das Büro von einem Ort, an den man aus Gewohnheit geht, zu einem Ort, den man mit einem bestimmten Ziel aufsucht.

Intelligente Tools zur Schreibtischbuchung ermöglichen es Kollegen, sich gegenseitig zu finden und nebeneinander zu sitzen, ohne dass ein Vorgesetzter dies organisieren muss. Teams, die bei einem Projekt zusammenarbeiten möchten, können benachbarte Schreibtische im Voraus buchen und so eine spontane, aber gezielte Zusammenarbeit schaffen. Das Gleiche gilt für Besprechungsräume. Wenn die Verfügbarkeit von Räumen über Tools, die Ihr Team bereits nutzt – wie Microsoft Teams oder Outlook –, sichtbar ist und sich in Sekundenschnelle reservieren lässt, verschwinden die Hindernisse, die eine spontane Zusammenarbeit verhindern.

Das Ergebnis ist eine Bürokultur, die sich eher verbunden als zersplittert anfühlt. Die Mitarbeiter müssen nicht mehr auf der Suche nach einem Platz oder nach Kollegen umherirren, sondern nutzen das Büro als echten Ort der Zusammenarbeit.

Können „Ghost Meetings“ und Nichterscheinen die Unternehmenskultur beeinträchtigen?

Ja, „Geisterbesprechungen“ und Nichterscheinen schaden der Unternehmenskultur aktiv, indem sie Frustration hervorrufen, Zeit verschwenden und das Vertrauen am Arbeitsplatz untergraben. Wenn ein Besprechungsraum als gebucht angezeigt wird, aber leer bleibt, können andere Teams ihn nicht nutzen. Wenn ein Arbeitsplatz reserviert ist, aber nie besetzt wird, empfinden Kollegen, die diesen Platz benötigt hätten, das System als ungerecht. Mit der Zeit führen diese Muster zu Unmut und schwächen das Vertrauen in gemeinsame Arbeitsinstrumente.

„Geisterbesprechungen“ sind in hybriden Büros ein überraschend häufiges Problem. Ein Raum wird vorsorglich gebucht, die Besprechung findet dann doch online statt, und niemand storniert die Raumreservierung. Der physische Raum steht ungenutzt da, während jemand anderes mit seinem Laptop im Flur steht. Diese Art von Reibungsverlusten beeinträchtigt das Büroerlebnis in einer Weise, die leicht unterschätzt wird.

Die Lösung ist sowohl technischer als auch kultureller Natur. Automatische Check-in-Aufforderungen, bei denen das System kurz vor dem geplanten Zeitpunkt nachfragt, ob eine Buchung noch benötigt wird, reduzieren die Zahl der Nichtanreisen erheblich. Wenn das System unbestätigte Zimmer automatisch freigibt, wird der Betrieb für alle fairer und funktionaler. Diese Fairness ist an sich schon ein kulturelles Signal.

Wie helfen Daten zum Arbeitsumfeld Führungskräften dabei, eine bessere Bürokultur zu schaffen?

Daten zur Raumnutzung helfen Führungskräften dabei, eine bessere Bürokultur zu schaffen, indem sie Vermutungen durch Fakten ersetzen. Anstatt anzunehmen, wie das Büro genutzt wird, können Facility-Manager und Führungsteams genau erkennen, welche Bereiche beliebt sind, welche nicht ausreichend genutzt werden, wann die Auslastung am höchsten ist und ob die räumliche Gestaltung der tatsächlichen Arbeitsweise der Teams entspricht. Diese Erkenntnisse ermöglichen es, ein Büro zu gestalten, das die Mitarbeiter wirklich gerne nutzen.

Ohne Daten basieren Entscheidungen über die Bürogestaltung, die Anzahl der Arbeitsplätze und die Zuweisung von Besprechungsräumen auf Meinungen oder alten Gewohnheiten. Mithilfe von Arbeitsplatzanalysen können Führungskräfte Muster erkennen – wie beispielsweise montags durchgehend leere Etagen oder Besprechungsräume, die für die Gruppen, die sie buchen, stets zu groß sind – und entsprechend handeln. Das kann bedeuten, dass ungenutzte Flächen in informelle Bereiche für die Zusammenarbeit umgewandelt werden oder dass das Verhältnis von Arbeitsplätzen zu Mitarbeitern angepasst wird, um den hybriden Anwesenheitsmustern besser Rechnung zu tragen.

Daten tragen zudem dazu bei, die wirtschaftlichen Argumente für Investitionen zu untermauern. Wenn die Unternehmensleitung nachweisen kann, dass eine bestimmte Veränderung der Arbeitsumgebung die Auslastung verbessert oder Buchungskonflikte verringert hat, werden kulturelle Verbesserungen zu messbaren Ergebnissen und sind nicht mehr nur vage Bestrebungen.

Was ist der Unterschied zwischen aktivitätsorientiertem Arbeiten und herkömmlichen festen Arbeitsplätzen?

Aktivitätsorientiertes Arbeiten (ABW) ist ein Modell, bei dem Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz je nach der zu erledigenden Aufgabe selbst wählen, anstatt einen festen Schreibtisch zugewiesen zu bekommen. Bei der herkömmlichen Schreibtischzuweisung ist eine Person an einen festen Platz gebunden, unabhängig davon, ob diese Anordnung für ihre Arbeit an einem bestimmten Tag geeignet ist. Der wesentliche Unterschied liegt in der Intentionalität: Bei ABW werden die Mitarbeiter dazu aufgefordert, darüber nachzudenken, was sie benötigen, und ihre Wahl entsprechend zu treffen, während bei der Schreibtischzuweisung der Schreibtisch als Standard angesehen wird.

In einer traditionellen Arbeitsumgebung gestalten Mitarbeiter ihren Schreibtisch oft individuell und betrachten ihn als ihr Revier. Das kann zwar ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln, führt jedoch zu Ineffizienz, wenn durch hybrides Arbeiten die Schreibtische mehrere Tage pro Woche unbesetzt bleiben. In einem aktivitätsbasierten Modell bietet das Büro eine Vielzahl unterschiedlicher Umgebungen: Ruhezonen für konzentriertes Arbeiten, offene Bereiche für die Zusammenarbeit, Telefonkabinen für Gespräche und Gemeinschaftsräume für den informellen Austausch.

ABW funktioniert in der Regel am besten, wenn es durch die richtigen Tools unterstützt wird. Ohne eine zuverlässige Möglichkeit, den passenden Raum zu finden und zu reservieren, empfinden die Mitarbeiter dies eher als Chaos denn als Freiheit. Flexible Raumreservierungssysteme sorgen dafür, dass aktivitätsbasiertes Arbeiten nicht nur Theorie bleibt, sondern in die Praxis umgesetzt wird.

Sollten Unternehmen ihren Mitarbeitern die Wahl lassen, wann und wo sie sitzen?

Ja, Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern eine sinnvolle Wahlmöglichkeit darüber einräumen, wann und wo sie sitzen, vorausgesetzt, diese Wahl wird durch eine klare Struktur und die richtigen Hilfsmittel unterstützt. Reine Freiheit ohne Koordination führt zu Uneinheitlichkeit und Frustration. Strukturierte Flexibilität hingegen, bei der Mitarbeiter ihren bevorzugten Arbeitsplatz im Voraus reservieren, sehen können, wo sich ihre Kollegen aufhalten werden, und ihren Tag mit Zuversicht planen können, sorgt durchweg für ein höheres Engagement und eine stärkere Anwesenheit im Büro als eine starre Sitzplatzzuweisung.

Das Schlüsselwort lautet „strukturiert“. Den Mitarbeitern freie Wahl zu lassen, bedeutet nicht, jegliche Koordination aufzugeben. Es bedeutet vielmehr, ein System zu schaffen, in dem individuelle Vorlieben und die Bedürfnisse des Teams nebeneinander bestehen können. Eine Richtlinie mit einem festen Teamtag könnte beispielsweise vorsehen, dass alle mittwochs im Büro sind, während der Rest der Woche flexibel gestaltet werden kann. Diese Kombination aus Vorhersehbarkeit und Autonomie sorgt in der Regel für die richtige Balance.

Unternehmen, die in echte Wahlmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter beim Arbeitsplatz investieren, profitieren in der Regel auch von einem kulturellen Vorteil, der über rein logistische Aspekte hinausgeht. Wenn die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass das Büro auf ihre Arbeitsweise zugeschnitten ist und nicht darauf, wie es das Facility-Management am liebsten gestalten würde, gehen sie anders mit dem Raum um. Das Büro wird zu einem Ort, an dem sie sich gerne aufhalten, und dieser Einstellungswand bildet die Grundlage für eine wirklich starke Bürokultur.

Kundenbeispiel: Plieger

Erfahren Sie, wie Plieger die Kommunikation an über 80 Standorten mithilfe Besuchermanagement für Digital Signage, Raumbuchung und Besuchermanagement verbessert hat.

Klicken Sie hier, um sich das Fallvideo anzusehen
Kundenbeispiel Plieger – GoBright